Tischtennis: Derbyzeit im Steinachtal
Derbys sind das „Salz in der Suppe“ – Derbysiege das Nonplusultra der Gefühle
Was wurde nicht schon alles in der Presse über dieses Spiel geschrieben? Seit Tagen, oder waren es doch schon Wochen, ist dieses Spiel der Spiele, das Aufeinandertreffen des SV 02 Altneudorf und der zweiten Mannschaft des VfL Heiligkreuzsteinach, in aller, in fast aller Munde. Was ist denn eigentlich ein Lokalderby? Ein Lokalderby ist ein sportlicher Wettkampf zwischen zwei rivalisierenden und verfeindeten Teams aus derselben Stadt oder des engen Umkreises. Gibt es wirklich diese Rivalität und diese Verfeindung zwischen den beiden Mannschaften. Nein, natürlich nicht, es ist ein friedliches und respektvolles „Nebeneinander“ und auch im Jugendbereich arbeiten beide Vereine unter der SG Steinachtal zusammen. Große Emotionen und grandiose Stimmung wird es bei diesem Spiel mit besonderer Bedeutung trotzdem geben. Mit lokalem Stolz wird jeder Spieler sein Trikot tragen und jedes Team wird bis zum Rückspiel versuchen, die sportliche Vormachtstellung in der Region zu erringen. Es wird kein „Do or Die-Spiel“ geben, auch ein Remis liegt im Bereich des Möglichen, aber würde das die Spieler und Fans beider Lager wirklich „glücklich“ machen? Fragen und faktische Antworten hat es genug gegeben, jetzt sollten die Spieler beider Mannschaften an den Tischen die Begegnung ohne böses Blut und sportlich fair austragen. Das letzte sportliche Aufeinandertreffen liegt schon ein wenig zurück. In der Saison 2022/23 gewannen damals die Gastgeber aus Altneudorf beide Spiele mit 8:2 und 10:0 gegen die dritte Vertretung des VfL. Das ist aber schon lange her und nur noch Statistik, das heutige Spiel beginnt wieder bei Null. Beide Teams gewannen ihre Auftaktbegegnung, aufgrund der TTR-Werte dürften die Mannen aus Heiligkreuzsteinach leicht favorisiert sein, aber wir reden hier über ein Lokalderby. Schon kurz vor Spielbeginn war zu sehen, dass die „Kreizstonischer“ bei den Fans stimmungsmäßig die Oberhand behalten würden und diesen „Pusch“ nahmen Henry Heß, Christian Fath, Gunther Beinhardt und Jürgen Geierhaas mit in die Doppel. Im Spitzendoppel behielten Heß/Fath in vier knappen Sätzen gegen Kohl/Bock D. die Oberhand und Beinhardt/Geierhaas ließen Bock M./Liersch am Nachbartisch keine Chance. Im vorderen Paarkreuz gab es dann Tischtennissport vom Feinsten zu sehen, und beide Einzel gingen in den Entscheidungssatz. Gleich fünfmal die Neun bekamen die Zuschauer beim Spiel von Kohl gegen Fath zu sehen, mit dem glücklicheren Ende für den Altneudorfer. Heß behielt dagegen mit 11:5 die Oberhand gegen Bock D. Geierhaas lieferte zwar nicht seine beste Performance gegen M. Bock ab, setzte sich trotzdem mit 3:1 durch und Beinhardt gewann gegen Liersch in drei Durchgängen. Mit einem 5:1 im Rücken hatten dann Heß und Fath weniger Druck und legten gegen Kohl (3:1) und D. Bock (3:2) nach, auch hier wurde den Zuschauern einiges geboten. Beinhardt und Geierhaas ließen auch im zweiten Durchgang nichts anbrennen und siegten zum Endstand zum 9:1 Auswärtserfolg. Im Anschluss gab es ein gemütliches Beisammensein und für Altneudorf mit dem Geburtstag von Jens Kohl doch noch ein Grund zum Feiern.
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